Veranstaltungsort

Die Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof liegt 60 km südwestlich von Gießen im Taunus und wird bereits seit 1989 nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Seit 1990 ist er Lehr- und Versuchsbetrieb der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Schwerpunkte des 190 Hektar großen Betriebes sind die Erzeugung von Saatgut (Getreide) und Milchproduktion. Davon werden 110 ha als Ackerland und 75 ha als Dauergrünland bewirtschaftet.
Ziel der Milchproduktion sind dabei optimale Lebensleistungen der Tiere statt kurzfristige Höchstleistungen. Auf dem Hof werden 90 schwarzbunte Milchkühe und 60 Hühner gehalten.

Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Fruchtfolge und Bodenbearbeitung im ökologischen Landbau, Möglichkeiten der Backqualitätsverbesserung von Weizen, Anbau von Leguminosen und Langzeiteffekte auf den Nährstoffhaushalt von ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen. Zur Ausstattung gehört neben Technik zur Durchführung von Kleinparzellenversuchen auch ein Labor zur Probenaufbereitung.

Die Universität Gießen plant, zwei Agroforstflächen auf dem Gladbacherhof anzulegen, um das Thema Klimaanpassung, Humusaufbau und resiliente Agrarsysteme auf den Öko-Feldtagen 2021 verstärkt in den Fokus zu rücken.

Standortfaktoren:

Lage: nordwestlicher Taunus
Höhenlage: 140 – 230 m über NN
Niederschlag: 654 mm im langjährigen Mittel
Jahresdurchschnittstemperatur: 9,4°C
Bodenart: überwiegend lehmiger Schluff (lU), sandiger bis toniger Lehm (sL, tL)
Bodentypen: Parabraunerden, Paraendzinen
Bodenwertzahl: 40-80 Bodenpunkte
pH-Wert: 6,4 – 7,2
Phosphor: 4 – 13 mg / 100 g Boden
Kalium: 8 – 17 mg / 100 g Boden

Fruchtfolge auf der Fläche für Demonstrationsparzellen
(Schlag Gewann 1):
2015: Triticale
2016: Silomais
2017: Winterweizen
2018: Ackerbohnen
2019: Winterroggen
2020: Luzernegras

Lehr- und Versuchsbetrieb für ökologischen Landbau
der Justus-Liebig-Universität Gießen
65606 Villmar-Aumenau