Veranstaltungsort

Die Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof liegt 60 km südwestlich von Gießen und wird bereits seit 1981 nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Seit 1990 ist er Lehr- und Versuchsbetrieb der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Schwerpunkte des 160 ha großen Betriebes sind die Erzeugung von Saatgut sowie die Pflanzkartoffelerzeugung. 100 ha werden als Ackerland bewirtschaftet, 60 ha als Dauergrünland.
90 Schwarzbunte Milchkühe werden mit dem Zuchtziel Lebensleistung gehalten. Dabei werden die weiblichen Kälber zur Zucht und Mast aufgezogen, die männlichen zur Mast verkauft. Außerdem leben 100 Hühner auf der Domäne.

Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Fruchtfolge und Bodenbearbeitung im ökologischen Landbau, Möglichkeiten der Backqualitätsverbesserung von Weizen, Anbau von Leguminosen und Langzeiteffekte auf den Nährstoffhaushalt von ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen.

Standortfaktoren:

Lage: nordwestlicher Taunus
Höhenlage: 140 – 280 m über NN
Niederschlag: 654 mm im langjährigen Mittel
Jahresdurchschnittstemperatur: 9,3°C
Bodenart: überwiegend lehmiger Schluff (lU), sandiger bis toniger Lehm (sL, tL)
Bodentypen: Parabraunerden, Paraendzinen
Bodenwertzahl: 42-78 Bodenpunkte
pH-Wert: 6,4 – 7,2
Phosphor: 4 – 13 mg / 100 g Boden
Kalium: 8 – 17 mg / 100 g Boden

Fruchtfolge auf der Fläche für Demonstrationsparzellen
(Schlag Gewann 1):
2015: Triticale
2016: Silomais
2017: Winterweizen
2018: Ackerbohnen
2019: Winterroggen
2020: Luzernegras

Lehr- und Versuchsbetrieb für ökologischen Landbau
der Justus-Liebig-Universität Gießen
65606 Villmar-Aumenau