Newsletter März 2017
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Sehr geehrte Damen und Herren,

das Frühjahr begann sehr trocken und warm; es fehlt weiterhin an ergiebigen Niederschlägen. Dennoch ist die Saat auf den Demonstrationsflächen der Öko-Feldtage gut aufgegangen. Und auch unser Programm wächst und gedeiht, wie Sie diesem Newsletter entnehmen können. Die Anzahl der Aussteller liegt inzwischen bei 250: ein tolles Ergebnis und ein Zeichen für das große Potenzial des Ökolandbaus.

Herzliche Grüße vom Team Öko-Feldtage.

Hella Hansen

 
 
 

Breite Palette an Maschinen

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Für die Maschinenvorführungen ist eine breite Palette von lange erprobten und relativ neu entwickelten Maschinen angemeldet. Neben zahlreichen Standardgeräten zur Bodenbearbeitung wird beispielsweise der Geohobel, eine Maschine für minimale Bodenbearbeitung, vorgeführt. Damit kann der Landwirt in einem Arbeitsgang beachtliche Mengen Grünmasse zerkleinern und mit der aktiven Bodenschicht vermengen. Gleichzeitig ist es möglich, mit der aufgebauten Sämaschine die nächste Frucht einzusäen. Weitere Neuerungen gibt es im Bereich der Unkrautbekämpfung zu sehen. Die drehenden Arbeitswerkzeuge vom Rollstriegel beispielsweise entwurzeln oder verschütten Unkraut, fördern die Bestockung der Kulturen und brechen selbst harte Bodenverkrustungen auf. Kamerageführte Hackmaschinen ermöglichen es, die Reihenführung automatisch anzupassen, was den Traktorfahrer stark entlastet. Ergänzend wird eine neue Hacke vorgeführt, die durch abrasiv arbeitende Werkzeuge den reibenden und zugleich glättenden Effekt nutzt. Das Programm der 35 Maschinenvorführungen ist an beiden Veranstaltungstagen identisch.

 
 
 

Beispiele Innovationen

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Das Thema Innovationen zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept der Öko-Feldtage. Die 11 Neuheiten unserer Innovationsschau stehen dabei sowohl für neue Erfindungen im technischen Bereich wie auch für neue Systemansätze.

Dazu zählen im technischen Bereich beispielsweise Roboter, die Unkraut automatisch regulieren oder selbstständig auf Schneckensuche gehen. Eine Neuentwicklung aus Brasilien zeigt, wie mittels elektrophysikalischer Unkrautbekämpfung unerwünschte Pflanzen beseitigt werden können. Ein Erdgastraktor schont die Umwelt; mit einer Kartoffel-Kompost-Maschine wird der Kompost unmittelbar neben den Pflanzkartoffeln in der Pflanzreihe abgelegt, was hilft, Krankheiten zu vermeiden. Mobilgehege für Kaninchen und Hühner sowie Sensoren, die die Aktivität von Milchkühen überwachen, gehören zu den Neuerungen im Bereich Tierhaltung. Verpassen Sie keine der Innovationen auf den Öko-Feldtagen!

 
 
 

Saat geht auf

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Nachdem das Frühjahr sehr warm und trocken begann, zeigt es sich jetzt wieder von der kalten Seite. Nachts kommt es manchmal sogar zu leichtem Frost und der Regen lässt weiter auf sich warten. Trotz wechselnder Bedingungen geht die Saat von Ackerbohnen, Sommergetreide, Lupinen und Co. auf den Demonstrationsflächen recht gut auf. Mit Netzen schützen die Versuchstechniker die zarten Pflanzen gegen Hasen- oder Vogelfraß; gegen den Frost werden sie mit Vliesen zugedeckt.

Am 20. April wurden die Kartoffeln für den Landessortenversuch sowie auf weiteren Demonstrationsflächen gepflanzt. Im Moment säen die Versuchstechniker auf den Parzellen noch viele verschiedene Zwischenfrüchte und Zwischenfruchtmischungen, damit sie auf den Öko-Feldtagen gezeigt werden können. In der nächsten Woche kommen dann die Sojabohne und der Mais in die Erde. Zudem kümmern sich die Experten um das Unkrautmanagement. Auf den Kleegrasparzellen eines Ausstellers wurde beispielsweise ein früher Schröpfschnitt gemacht, mit dem man das Unkraut schwächt. Das Kleegras bekommt so mehr Platz, um sich optimal zu entwickeln.

Jetzt warten die Versuchstechniker auf Wärme und Regen. Ab und zu schauert es zwar mal und es ist gerade noch genug Feuchtigkeit im Boden, damit die Samen keimen und nicht vertrocknen. Allerdings wäre ein ausgiebiger Regen hilfreich um die Bodenfeuchtigkeit wieder etwas zu erhöhen.

 
 
 

Sonderschau Tierhaltung

Kuh 

18 Aussteller und die Fachgebiete Nutztierethologie & Tierhaltung sowie Tierernährung & Tiergesundheit der Universität Kassel präsentieren ihre Forschungsergebnisse und ihre Produkte in der Sonderschau Tierhaltung. Inhaltlich wird es vor allem um die Rinderhaltung gehen: die Aussteller zeigen beispielsweise Melktechnik und -hygiene sowie Klauenpflegestände, in denen zweimal täglich praktische Klauenpflege vorgeführt wird.

Außerdem geht es um Futterbergung, insbesondere von Silage und Fütterungstechnik. Aber auch nachgelagerte Bereiche sind durch eine Biomolkerei vertreten. Viele Produkte der teilnehmenden Aussteller sind schon lange auf der Domäne Frankenhausen im Einsatz und können in der praktischen Anwendung besichtigt werden. Zudem gibt es Wissenswertes rund um Weidezaunmanagement und Tiertränken, sowie Aufstallmöglichkeiten und den nötigen Tierkomfort im Stall. Abgerundet wird das Angebot durch zwei Aussteller, die sich für gefährdete Nutztierrassen einsetzen: Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) und Bauer Hillmann, der Bentheimer Schweine hält und auch „Bentheimer Bratwürste“ verkauft: gemäß dem Motto „Essen statt vergessen“. Ein weiterer Schwerpunkt ist die mobile Haltung von Hühnern und als Innovation die mobile Haltung von Kaninchen. 

 
 
 

Fachforen rund um den Ökolandbau

Fachforen 

17 vorwiegend wissenschaftliche Institutionen, darunter viele Universitäten und Hochschulen stellen im Zelt „Praxis trifft Forschung“ aktuelle Forschungsergebnisse mit starker Praxisrelevanz vor. Die Forschungsthemen sind vielfältig und reichen von regionalen Futtermitteln über Schwefeldüngung bis zur Artenvielfalt auf Ökobetrieben. Der Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Dr. Hanns-Christoph Eiden wird die Ausstellung im Zelt eröffnen und dabei unter anderem auf den Themenschwerpunkt heimische Eiweißpflanzen eingehen. Das detaillierte Bühnenprogramm für das Zelt wird derzeit geplant und demnächst auf unserer Webseite veröffentlicht.

Ein zweites Fachforum findet im Festsaal der Domäne Frankenhausen statt. Hier präsentieren Aussteller aus Wissenschaft und Wirtschaft interessante Themen rund um den Ökolandbau. Die Diskussionsrunden und Vorträge drehen sich beispielsweise um Zukunftsfragen wie Ökozüchtung, ökologischer Pflanzenschutz und Nährstoffmanagement.

 
 
 

Interessante Rundgänge

Fuehrungen 

Die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen ist langjähriger Partner des Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und des Bundessortenamtes bei der Durchführung von Landessortenversuchen und Wertprüfungen für den ökologischen Landbau. In diesem Jahr werden in Frankenhausen Wertprüfungen zu Winterweizen und Wintergerste und Landessortenversuche zu Winterweizen, Ackerbohnen, Kartoffeln und Silomais durchgeführt. Diese befinden sich direkt auf dem Ausstellungsgelände der Öko-Feldtage und können von den Besuchern besichtigt werden. Versuchsansteller und Beratungskräfte der Länder bieten unter dem Dach des Verbandes der Landwirtschaftskammern (VLK) Führungen zu den Landessortenversuchen (LSV) und Anbaudemonstrationen (Fruchtfolge, Weite Reihe) an. Führungen finden regelmäßig an beiden Tagen statt. Gruppen können sich vorab bei Dr. Thorsten Haase melden. 

Führungen zum Thema Biodiversität, Landwirtschaft und Natur, finden dreimal pro Tag an beiden Tagen statt. Gruppen melden sich bitte vorab bei Martina Behrens.
Führungen zum Thema Eiweißpflanzenstrategie (Soja, Lupine, Erbse, Bohne) finden an beiden Tagen statt. Gruppen können sich vorab bei Ulrich Quendt melden. 
Informationen zu den Führungen erhalten Interessierte jeweils im Gemeinschaftszelt F4 des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH).

 
 
 

Informationen in englischer Sprache

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Zu den ersten bundesweiten Öko-Feldtagen haben sich auch schon internationale Besucher angekündigt. Grundsätzliche Informationen zu den wichtigsten Programmpunkten, die Liste von Ausstellern, den Übersichtsplan und entsprechende Detailpläne finden ausländische Besucher jetzt in englischer Sprache auf unserer Webseite.

 
 
 

Ansprechpartner

Hella Hansen
Presse
Tel.: 069 71 37 699 45
E-Mail: hella.hansen@fibl.org
www.oeko-feldtage.de

Carsten Veller
Projektleitung
Tel.: 069 71 37 699 86
E-Mail: carsten.veller@fibl.org

 
 
 
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