Der Treffpunkt

des ökologischen Landbaus

Frankenhausen

21. und 22. Juni 2017

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Ihr Interesse für die
Öko-Feldtage 2019 an!

Öko-Feldtage 2017 –
Rundum gelungener Start!

Die Premiere der Öko-Feldtage ist ein voller Erfolg. Mehr als 8.000 Besucher erleben am 21. und 22. Juni die Innovationskraft und Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen. Die Highlights der Veranstaltung: Maschinen­vorführungen, Neuentwicklungen und Prototypen sowie zahlreiche Demonstrationsparzellen von Ackerbohne bis Zuckerrübe.

Filme über die Öko-Feldtage

Bilder sagen mehr als viele Worte. Thomas Alföldi, Mitarbeiter des FiBL Schweiz und der Journalist Michael Schlag haben die Vielfalt der Öko-Feldtage und die gute Stimmung hervorragend eingefangen.

Also available in/Aussi disponible en


Vorträge Fachforen

Die Vorträge der Foren Nord und Süd sind jetzt online und können dort heruntergeladen werden.

Audio-Beitrag über die Öko-Feldtage

Im AudioAgrar Spezial kommen Aussteller und Wissenschaftler zu Wort und berichten live von den Öko-Feldtagen.

Priska Hinz eröffnet Öko-Feldtage

Die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz eröffnet die ersten bundesweiten Öko-Feldtage am 21. Juni gemeinsam mit dem Präsidenten der Universität Kassel, Prof. Dr. Reiner Finkeldey, Dr. Felix Löwenstein und vielen weiteren geladenen Gästen. Im anschließenden Rundgang zu verschiedenen Stationen wie die Sonderschauen Tierhaltung und Kompost sowie Innovationsbeispielen standen Experten der Ministerin Rede und Antwort.

Landtechnik als Publikumsmagnet

Ein Publikumsmagnet der Öko-Feldtage war der Bereich Landtechnik mit fast 80 Ausstellern. Die Maschinen und Geräte wurden sowohl an den Messeständen inspiziert als auch im Rahmen einer Maschinenvorführung in Aktion begutachtet. „Noch nie habe ich eine so breite Palette an Spezialmaschinen für den ökologischen Landbau auf dem Tablett serviert bekommen“, freut sich Herman Leggedör, freier Berater aus Schweden. Darunter war auch eine breite Palette an kamera- und satellitengesteuerten Maschinen und neu entwickelte Rollstriegel. Viele Landtechnik-Aussteller zeigten sich sehr zufrieden mit den Kontakten, die sie auf der Veranstaltung knüpften.

Prototypen unter der Lupe

Ein weiteres Highlight der Feldtage waren die Innovationen, häufig noch Prototypen, aber auf dem Weg zur Marktreife bzw. gerade erst auf dem Markt. Da ist zum Beispiel der Schneckenroboter, der anhand feinster Elektronik und aufgrund von Farberkennung Hotspots von Schnecken auffindet und sie unschädlich macht. Oder ein automatischer Unkrautroboter, der individuell auf den jeweiligen Acker programmiert, selbstständig durch die Kulturen fährt und Unkraut jätet. Relativ klein und leicht arbeitet er gleichzeitig bodenschonend. Ein Prototyp ist auch der umweltfreundliche Erdgastraktor. Er spart im Vergleich mit dieselbetriebenen Schleppern 16 Prozent Kohlendioxid (CO2), mit Bio-Methan betrieben wird er sogar CO2-neutral.

Demoparzellen und Landessortenversuche

Auf fast 300 Parzellen konnten die Besucherinnen und Besucher rund 70 Kulturen und viele verschiedene Sorten auf den Öko-Feldtagen ansehen, befühlen und Fachleute mit Fragen löchern. Eiweißpflanzen, wie etwa Erbsen und Ackerbohnen im gemischten Anbau spielten dabei eine prominente Rolle, was ihre Bedeutung im Biolandbau zeigt. Viele an Umstellung interessierte Bauern und Bäuerinnen waren begeistert, wie gut die Kulturen aussehen.

Thorsten Haase vom Beratungsteam Ökologischer Landbau, der die Führungen zu den Landessortenversuchen koordinierte, resümiert: „Besonders gut gefallen haben mir die Gespräche mit konventionellen Betriebsleitern und Betriebsleiterinnen. Deren in vielen Fällen aufgeschlossene und vorurteilsfreie Haltung und ihr ehrliches Interesse am Ökolandbau haben mir gezeigt, dass die alten Grabenkämpfe in naher Zukunft endlich Geschichte sein könnten.“

Sonderschau Kompost

Was ist neu an Kompost? Wer sich in der Sonderschau umsah und mit den Fachleuten ins Gespräch kam, wusste schnell, dass die alte Methode für die Landwirtschaft heute ganz neu definiert wird, beispielsweise die Qualitätssicherung von Biogutkompost. Besucherinnen und Besucher konnten sich vor Ort Prozesstechniken zur Herstellung von störstofffreien Grüngut- und Biogutkomposten anschauen. In diversen gut besuchten Foren erfuhren Zuhörende, welche Vorteile definierte Kompostqualitäten für das Nährstoffmanagement im Boden haben, gerade auch für viehlose Betriebe. Sie fördern den Humusaufbau, die Verfügbarkeit von Stickstoff, Phosphat und Kalium und reduzieren bodenbürtige Krankheiten.

Sonderschau Bio-Tierhaltung

In der Sonderschau Tierhaltung gab es viele Ausstellende, die mit der Domäne Frankenhausen zusammenarbeiten und Produkte rund um die Rinderhaltung zeigten. Zweimal täglich hatten die Besucher beispielsweise die Möglichkeit, sich die Klauenpflege in einem vielseitig nutzbaren Klauenpflegestand anzuschauen. Thies, der die „Maniküre“ durchführte und über zwei Meter groß ist, konnte so rückenschonend arbeiten. Er untersuchte die Klauen auf Druckstellen, Risse und Geschwüre, prüfte ob die Klaue zu lang ist und bearbeitete sie entsprechend der Diagnose.

Die behandelte Kuh ist stolze Hornträgerin, auch wenn die inzwischen schon ein bisschen krumm sind. Was es bei der Haltung hörnertragender Kühe zu bedenken gibt, erläuterten Mitarbeiter des Fachgebiets Tierhaltung & Nutztierethologie von der Universität Kassel Interessierten. Auch wer ansonsten Informationen zu derzeitigen Fragen im Tierwohl wie muttergebundene Kälberaufzucht, Ebermast und viele weitere Themen haben wollte, konnte sich bei den Experten beraten lassen oder die zahlreichen Poster der Universität Kassel studieren, die anlässlich der Öko-Feldtage entstanden sind.

Praxis trifft Forschung

Hitze über 30 Grad auf den Öko-Feldtagen: Ein praktisches Beispiel für das Thema Klimawandel und was er für Ökobetriebe bedeutet, das im Forum zwischen Wissenschaftlern und Praktikern diskutiert wurde. Forscher und Berater stellten im Zelt „Praxis trifft Forschung“ viele weitere aktuelle Forschungsergebnisse mit starker Praxisrelevanz vor, z.B. zu regionalen Bio-Futtermitteln, Ebermast, Leguminosen und Nährstoffmanagement.

Vielfältiges Interesse an der Vielfalt – der Biodiversitätsrundgang in Frankenhausen

Beim „kleinen“ Rundgang im Feld mit dem freundlichen Titel „Tour ‚Landwirtschaft pro Natur“ veranschaulichten 12 Stationen, wie sich die Vielfalt wildlebender Arten in der Agrarlandschaft effektiv, praktikabel und kostenbewusst fördern lässt. Im Fokus standen hierbei die besonderen Herausforderungen des Naturschutzes auf Standorten mit hohem Ertragspotential sowie die speziellen Entwicklungspotentiale bei ökologischer Wirtschaftsweise.

Den Einstieg bildeten Illustrationen der Lebenraumbedürfnisse typischer Offenlandarten wie Feldhase, Feldlerche und Rebhuhn. So zeigt die „Vogelperspektive“, dass es vor allem gilt, unten in den Beständen nach ausreichend geschützten Ruhe- und Nistplätzen sowie Nahrungsvorkommen zu schauen.

Während des Rundgangs im Feld wurden Ansätze zur Förderung und Wiederansiedlung seltener Ackerwildkräuter demonstriert. Die Formen einer wildtierfreundlichen und standortangepassten Bewirtschaftung von Kleegras waren Gesprächsthema entlang der Feldfutterbauflächen. Potentiale für mehr biologische Vielfalt im Getreide wurden im Rahmen des Anbaus im Verfahren der Weiten Reihe veranschaulicht. Möglichkeiten zur Förderung von Bestäubern wie Kulturartenvielfalt auf Ackerflächen und Blütenreichtum auf Feldrändern wurden rund um den Bienenstock aufgezeigt.

Zusätzlich war am ersten Feldtag die Einrichtung und Erhaltung dauerhafter Landschaftsstrukturen mittels Ökopunkten zu besichtigen. Wir freuen uns, dass trotz der hohen Temperaturen das Interesse am sonnigen Rundgang hoch war!

Den Ökolandbau feiern

Am 21. Juni war noch nicht ganz Mittsommernacht, aber fast! Wir feierten am Abend des 21. Juni ab 18. Uhr mit Dixieland, Ska- und Coverbands ein rauschendes Fest des ökologischen Landbaus. Tagsüber waren mobile Musiker auf dem Gelände unterwegs.

Wie geht es weiter?

Die Premiere der Öko-Feldtage ist ein großer Erfolg und übertraf alle Erwartungen. Künftig wollen die Veranstalter der Öko-Feldtage, die FiBL Projekte GmbH und die Stiftung Ökologie & Landbau das Format als wegweisendes Praxisforum zu den zentralen Fragen der ökologischen Landwirtschaft etablieren und im zweijährigen Turnus wiederholen. Damit dies auch zukünftig möglich ist, sind neben einem gelungenen Veranstaltungskonzept und interessierten Ausstellern und Besuchern auch Fördermittel sowie private Sponsoren notwendig. Dieses Konzept wurde bei der Premiere erfolgreich umgesetzt, sodass kommende Öko-Feldtage darauf aufbauen. Das genaue Datum und den Ort der Öko-Feldtage 2019 geben wir nach Auswertung der Evaluierung, die eine Aussteller- wie Besucherbefragung umfasste, bekannt.

DLG und FiBL unterzeichnen Kooperationsvertrag

Auf den ersten bundesweiten Öko-Feldtagen unterzeichneten am 21. Juni 2017 die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Deutschland e.V.) einen Kooperationsvertrag. Darin formulieren beide Vereine Grundsätze einer zukünftigen Zusammenarbeit. Als erstes Themenfeld der fachlichen Kooperation wurde die gegenseitige Unterstützung bei den jeweils eigenständigen Öko-Feldtagen und den DLG-Feldtagen vereinbart.  (von links) Dr. Reinhard Grandke (Hauptgeschäftsführer DLG e.V.), Prof. Urs Niggli (Vorstandsvorsitzender FiBL Deutschland e.V.), Carl-Albrecht Bartmer (DLG-Präsident) und Dr. Robert Hermanowski (Geschäftsführer FiBL Deutschland e.V.). Foto: FiBL, Marzena Seidel

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